Der Arzt William Hurlbut ist in Amerika vor allem wegen seiner Mitgliedschaft im Bioethik-Ausschuss des US-Präsidenten bekannt. Der Stanford-Dozent ist auf der Suche nach einem "dritten Weg" in der Stammzellenforschung: Zwar ist er Gegner der Zerstörung von Embryonen für die Wissenschaft, spricht sich aber dennoch für die Nutzung der Keimzellen des Lebens aus. Dieses Paradoxon soll eine Technologie auflösen, die Hurlbut "Altered Nuclear Transfer", kurz ANT, nennt. Das Ziel: Embryonale Stammzellen sollen entstehen, ohne dass menschliche Embryonen zerstört werden müssen.
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Die gebräuchlichste Methode, embryonale Stammzellen zu erzeugen, ist das Klonen: Der Kern einer Spenderinnen-Eizelle wird dabei durch den Kern einer Erwachsenenzelle ersetzt – in einem Prozess, der sich somatischer Zellkerntransfer nennt. Anschließend wird die Eizelle dann zur Teilung animiert. Die Stammzellen, die aus dem sich dadurch entwickelnden Embryo hervorgehen, sind enorm wertvoll, weil sie pluripotent sind – sie können sich also in jede Form von Körpergewebe entwickeln. Das Ernten dieser Stammzellen zerstört allerdings auch den Embryo – was ethisch äußerst umstritten ist.
Beim ANT-Verfahren, das zumindest bereits bei Mäusen funktionieren soll, werden hingegen vor dem Zellkerntransfer wichtige Gene abgeschaltet – im somatischen Zellkern, aber auch manchmal im Cytoplasma der Eizelle. Dies würde zu einer Zellmasse führen, aus der sich kein Embryo entwickeln kann, meint Hurlbut im Gespräch mit dem Technologiemagazin Technology Review. Der nächste Schritt sei nun, ANT auch bei Primaten, konkret bei Rhesusaffen, zu untersuchen. "Wenn es dort klappt, dann können wir mit gutem Gewissen und der gegebenen Vorsicht mit der Arbeit an menschlichen Zellen weitermachen", so der Bioethiker.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/98358
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Die gebräuchlichste Methode, embryonale Stammzellen zu erzeugen, ist das Klonen: Der Kern einer Spenderinnen-Eizelle wird dabei durch den Kern einer Erwachsenenzelle ersetzt – in einem Prozess, der sich somatischer Zellkerntransfer nennt. Anschließend wird die Eizelle dann zur Teilung animiert. Die Stammzellen, die aus dem sich dadurch entwickelnden Embryo hervorgehen, sind enorm wertvoll, weil sie pluripotent sind – sie können sich also in jede Form von Körpergewebe entwickeln. Das Ernten dieser Stammzellen zerstört allerdings auch den Embryo – was ethisch äußerst umstritten ist.
Beim ANT-Verfahren, das zumindest bereits bei Mäusen funktionieren soll, werden hingegen vor dem Zellkerntransfer wichtige Gene abgeschaltet – im somatischen Zellkern, aber auch manchmal im Cytoplasma der Eizelle. Dies würde zu einer Zellmasse führen, aus der sich kein Embryo entwickeln kann, meint Hurlbut im Gespräch mit dem Technologiemagazin Technology Review. Der nächste Schritt sei nun, ANT auch bei Primaten, konkret bei Rhesusaffen, zu untersuchen. "Wenn es dort klappt, dann können wir mit gutem Gewissen und der gegebenen Vorsicht mit der Arbeit an menschlichen Zellen weitermachen", so der Bioethiker.
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