Presseerklärungen / Beiträge in Printmedien

Juli 2009: Beitrag von Dr. Miriam Ji Sun im Schweizer Magazin für Zukunftsmonitoring 02/2009 
Die Autorin Miriam Ji Sun sieht die Transhumanisten als Vermittler in einem dualistisch gebauten Feld, das einerseits von technisch orientierten Fortschrittsgläubigen und von Skeptikern andererseits beherrscht wird.

08.09.2008: Earth-Rocks - Interview mit Dr. Miriam Ji Sun 
Dr. Miriam Ji Sun äußert sich zum Thema "Transhumanismus", Gesellschaft und Technik in einem Interview des österreichischen Vereins zur Förderung Fantastischer Literatur "Earth Rocks".


2003 - Presseerklärung zu Clonaid - angebliche Geburt des ersten "Klonbabys"

2002 - Die Transhumanisten - Interview mit Torsten Nahm, Vorsitzender von De:Trans e.V.
In: Magazin Eifrei, Ausgabe 29

2000 - Der Cyborg als reale Zukunftsvision - Dr. Frank Prengel, Vorsitzender von De:Trans e.V.
In: Novo Magazin, Juli/August, 2000

Fernsehen und Hörfunk

09.08.2009: Schweizer Transhumanisten auf DRS3/DRS2

Endlich unendlich - Forschen für das ewige Leben: Mit Wissenschaft und Technologie sind wir in der Lage ewig jung zu bleiben. Daran glauben immer mehr Menschen und Wissenschaftler. Sie forschen daran, das Leben ewig verlängern zu können und den natürlichen Tod zu verbannen.


25.04.2008: SWR Nachtcafé - Lebensziel 100 - wie alt wollen wir werden?
(Talk-Runde)

Torsten Nahm war Gast beim SWR-Nachtcafé zu folgendem Thema:

"Der Traum vom ewigen Leben, oder zumindest von einem langen Leben, ist so alt wie die Menschheit selbst - und dank der modernen Medizin könnte er schon bald wirklich werden. Heute geborene Kinder werden wohl 100 Jahre alt, prophezeien Wissenschaftler. Ist ein Leben jenseits der 80, 90 denn noch lebenswert? Sind wir auf die Folgen des demographischen Wandels vorbereitet?"

>>> mehr Informationen zur Sendung
>>> Beitrag von Torsten Nahm im Web-TV

18.07.2008, Frankfurter Positionen - Zukunft des Körpers (Film von José van der Schoot)

Eine Kurzdokumentation von José van der Schoot mit Klaus Mathwig, Frank Prengel und Miriam Leis im Rahmen der Frankfurter Positionen 2008

13.08.2007, Das Abenteuer Zukunft (PodCast von Stephan Magnus):

Die Transvision kann uns als visionärer Vorreiter Ideen vermitteln, die demnächst in konkretisierter Form anwendbare Trends werden. Daher heute ein Interview mit Dr. Miriam Leis.
http://www.dasabenteuerleben.de/index.php?id=2&oid=826

11.12.2003, 20:05 Bayern2Radio:

"Träume von der Unsterblichkeit" - eine Sendung von Matthias Nöllke
Frank Prengel spricht als einer der Interviewpartner über transhumanistische Konzepte der Lebensverlängerung -  (Aus Copyright-Gründen können wir die Sendung leider nicht online stellen.)

03.03.2003, 0:00 ARD:

Polylux: "Mars, Solaris und der Weltraum"
Gernot Faulseit über transhumanistische Ansichten zur Marsbesiedlung

 

08.01.2003 - Presseerklärung zu Clonaid - angebliche Geburt des ersten "Klonbabys"

Berlin, 08. Januar 2003. Nachdem die Firma Clonaid die Geburt zweier Babys bekannt gegeben hat, die genetische Klone einer ihrer Eltern sein sollen, sind Forderungen seitens der Bundesregierung nach einem weltweiten Verbot des reproduktiven Klonens laut geworden. Noch in diesem Monat soll sich der Bundestag mit einem entsprechenden Antrag befassen. Bisher jedoch konnte Brigitte Boisselier, Direktorin von Clonaid und Mitglied der Raelianer-Sekte, keinen Beweis vorbringen, dass die Kinder tatsächlich dank erfolgreicher Klonexperimente zur Welt gekommen sind. De:Trans – die Deutsche Gesellschaft für Transhumanismus e.V. (De:Trans e.V.) betrachtet den Vorstoß der Regierung vor diesem Hintergrund als unüberlegt und vorschnell.
Der eingetragene und gemeinnützige Verein, der sich mit denkbaren Möglichkeiten freiwilliger technischer Umgestaltung des Menschen befasst, sieht in einem Verbot des reproduktiven Klonens das Menschrecht auf Reproduktionsfreiheit verletzt und kritisiert die menschenverachtende Darstellung der „Klonbabys“.

De:Trans e.V. erinnert daran, dass ein Klon als prinzipiell gleichberechtigtes Individuum aufzufassen ist und als Mensch mit denselben Grundrechten ausgestattet werden muss. Ein Klon ist kein minderwertiges Duplikat eines bestehenden Menschen, sondern genauso einzigartig in seinem Denken und Handeln wie eineiige Zwillingsgeschwister, die ebenfalls als genetische Klone zu betrachten sind. Dieser Aspekt blieb in der Mehrheit der Berichterstattungen der letzten Wochen leider unerwähnt.

Die Gesellschaft kritisiert auch die Forderung nach einem völligen Verbot des reproduktiven Klonens als unverhältnismäßigen Eingriff in das persönliche Grundrecht auf Reproduktionsfreiheit jedes Menschen. Sie basiert nicht auf rationalen Argumenten und sollte daher nicht als Grundlage für eine Gesetzesinitiative dienen. Die Methoden der In-Vitro-Fertilisation (IVF) sind seit ihrer Erfindung inzwischen weitgehend akzeptiert und als medizinische Maßnahmen, um heterosexuellen Paaren zum Familienglück zu verhelfen, etabliert. In Fällen, wo keine künstliche Befruchtung in gleicher Art und Weise möglich ist, beispielsweise bei homosexuellen Paaren, kann das reproduktive Klonen eine Perspektive für die Betroffenen sein. Dies beweist auch das zweite „Klonbaby“, welches das Kind eines niederländischen lesbischen Paares sein soll. Wenn die Bundesregierung gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften die gleichen Rechte wie Ehen einräumen will, kann sie das Recht auf Reproduktionsfreiheit nicht aussparen.

Der Verein teilt die Auffassung, dass Klonexperimente am Menschen vor dem Hintergrund möglicher körperlicher Schäden am Kind als Folge des Verfahrens verfrüht erscheinen. Solange die Methode in Tierversuchen nicht als unbedenklich eingestuft wurde, verbietet die Wissenschaftsethik Menschenversuche.
Entgegen der öffentlichen Meinung ist die Kerntransplantation in unbefruchtete Eizellen für den Nachwuchs aber nicht erwiesenermaßen schädlich. Es mangelt bisher an Tierexperimenten mit einer ausreichenden Anzahl von geklonten Versuchstieren, um eine zuverlässige und qualifizierte Bewertung zu erlauben. Außerdem wird eine mögliche Verbesserung der Technik außer Acht gelassen, die durch die Privatforschung des Unternehmens Clonaid möglich wäre. Es sei schließlich daran erinnert, dass seit der Geburt des Klonschafs Dolly immerhin fünf Jahre vergangen sind, die für die junge Disziplin der Biowissenschaften eine lange Zeit darstellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Transhumanismus fordert daher die Bundesregierung auf, von einem Verbot des reproduktiven Klonens abzusehen und stattdessen ein gesellschaftliches Klima zu fördern, in der eine freie, unbehinderte Forschung möglich ist. Nur sie kann den sicheren und verantwortlichen Umgang mit dem Wissen garantieren, denn mit einem Verbot würde sich dieser Bereich der Biowissenschaften endgültig der Kontrolle durch die Regierung entziehen. Die Debatten um das Klonen und der Gentechnologie müssen wieder mit rationalen Argumenten geführt werden – Ideologie ist eine schlechte Konsensgrundlage. Klon-Gegner sollten bedenken, dass weitere Forschung in diesem Bereich der Biowissenschaften auch im Interesse der Gesundheit möglicher zukünftiger „Klonbabys“ ist.
 

Berlin, 08.01.2003

Vorstand:

  • Torsten Nahm
  • Klaus Mathwig
  • Gernot Faulseit
    eMail: vorstand@transhumanismus.de